Argumente gegen die Kernkraft und die Widerlegung

Gern genommene Argumente gegen die Kernkraft: “Es ist unethisch, den Gewinn abzusahnen und das Risiko samt den Entsorgungskosten dem Steuerzahler umzuhängen.

Die Antwort von Rainer Klute, Vorsitzender der Nuklearia hierzu:

1) Stichwort Risiko:

Es ist ethisch, eine Risikobewertung durchzuführen mit dem Ziel, die Gesellschaft einem möglichst geringen Risiko auszusetzen (Risikominimierung). Dazu reicht es freilich nicht, nur auf eine einzige Stromerzeugungsart zu schauen und zu sagen: »Ist mit Risiko behaftet, also weg damit!« Denn das trifft auf alle Stromerzeugungsarten zu. Vielmehr sind die verschiedene Risiken zu quantifizieren und miteinander zu vergleichen.

Wie kann man Risiken der Stromerzeugung in Zahlen fassen? Ein gutes, wenn nicht sogar das ultimative Maß dafür ist die Anzahl der Todesopfer, die wir pro erzeugter Strommenge »bezahlen«. Das Ergebnis wird den einen oder die andere verblüffen:

How Deadly Is Your Kilowatt? We Rank The Killer Energy Sources

2) Stichwort Gewinn:

Es ist ethisch, wenn alle einen Nutzen von einer bestimmten Technik haben (“Win-Win-Situation”). Bei Kernenergie ist das möglich: Die Erzeuger profitieren vom Stromverkauf, die Verbraucher profitieren von günstigen Strompreisen.

Heute hingegen macht subventionierter Ökostrom den Markt kaputt. Die Stromerzeuger stehen massiv unter Druck, die Verbrauchen zahlen für Strom so viel wie nie zuvor. Am Ende bleiben subventionierte EE-Erzeuger, die keine Versorgungssicherheit bieten können, konventionelle Erzeuger, die ebenfalls nur noch durch Subventionen am Leben gehalten werden, weil sie Reservekraftwerke bereithalten müssen – und natürlich exorbitante Strompreise, unter denen vor allem diejenigen leiden, die sowie schon nicht genug haben.

Ist das ethisch?

3) Stichwort Entsorgung:

Es ist ethisch, alle Entsorgungsmöglichkeiten offen und vorurteilsfrei zu prüfen und sich für die objektiv beste zu entscheiden. Deutschland hat sich jedoch auf die direkte Endlagerung mit einer Lagerzeit von einer Million Jahren versteift. Deutschland verwirft die Möglichkeit, den Atommüll zu entschärfen, die nötige Lagerzeit auf einen winzigen Bruchteil zu reduzieren und dabei auch noch große Mengen von Energie zu gewinnen.

Ist das ethisch?

Wohin mit dem Atommüll?

4) Stichwort Steuerzahler:

Es ist ethisch, denjenigen für den Atomausstieg bezahlen zu lassen, der ihn gewollt hat. Und das ist nun mal der Steuerzahler (genauer: der Wähler).

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