Beton in der Energie und Kohlekrise

Die Wirtschaft bzw. Industrie können wir vergleichen mit einem komplexen Uhrwerk, in dem alle Zahnräder in einander greifen. Versuchen wir einige dieser Zahnräder durch andere zu ersetzen, so hat dies Auswirkungen auf das gesamte Uhrwerk bzw. die gesamte Wirtschaft und Industrie.

So ist es auch mit den Großkraftwerken in Form von Kern- und Kohlekraftwerken. Mit dem Abschalten dieser Kraftwerke bis spätestens 2038 gefährden wir nicht nur unsere sichere Stromversorgung, sondern mit dem Abschalten der Kohlekraftwerke entziehen wir der Beton- und Zementindustrie einige wichtige Rohstoffe.

Dubai

Bei der Produktion von elektrischer Energie in Kohlekraftwerken entsteht viel Abfall, der aber als wichtige Rohstoffe in der Betonindustrie Verwendung findet. Das sind einmal Steinkohlenflugasche, Gibs aus Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA-Gibs) und Hüttensand aus den Schlacken der Hochöfen der Stahlindustrie.

Von der Steinkohlenflugasche benötigt die Beton- und Zementindustrie 2,5 Millionen Tonnen und vom REA-Gibs 500.000 Tonnen.

Die Stahlindustrie muss zwar nicht abgeschaltet werden wie die Kohlekraftwerke, aber durch die Konkurrenz aus China steht unsere Stahlindustrie unter Druck. Nicht auch zuletzt durch unsere hohen Strompreise, die die höchsten weltweit sind. Was aber nicht weiter verwundert, wenn wir versuchen, ausgerechnet Energiequellen anzuzapfen, die die geringste energetische Dichte aufweisen.

Einen Vergleich zwischen dem Flächenverbrauch eines Kernkraftwerkes vom Typ AP1000 der Generation III+ mit einer Leistung von 1150 MW kontinuierlicher Leistung und einer Windindustrieanlage sehen wir weiter unten im Video.

Der Energieausstoß eines Windkraftwerkes ist nicht berechenbar und die tatsächliche Nennleistung beträgt etwa 25% der installierten Nennleistung bei der idealen Windgeschwindigkeit von 48 bis 80 km/h.

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