Schachmatt

Schachmatt den Argumenten gegen Network-Marketing und Direktvertrieb

Sicher haben Sie schon in Ihrem Leben einen guten Film oder ein gutes Restaurant, in dem Sie gut gegessen und getrunken haben, an Ihre Freunde weiterempfohlen. Wir machen das unbewusst fast täglich. Nur bisher bekamen Sie dafür kein Geld. Mittlerweile gibt es jedoch Unternehmen, die Sie für Ihre Empfehlung bezahlen. Und je mehr Sie weiterempfehlen, desto mehr Geld können Sie dabei verdienen. Wir nennen dies Empfehlungsmarketing oder Network-Marketing. Manche sagen dazu auch Strukturvertrieb oder auch Multi-Level-Marketing bzw. kurz MLM. Network-Marketing ist eine besondere Form des Direktvertriebs. Der Zwischenhandel zusammen mit der teuren Fernsehwerbung wird hierbei ausgeschalten. Dadurch wird viel Zeit und viel Geld eingespart.

Eine der häufigsten Vorwürfe, mit denen wir in unserem Geschäft immer wieder konfrontiert werden, ist folgender:

Unser Geschäft wäre ein illegales Pyramiden- oder Schneeballsystem.

Woher kommt dieser Vorwurf? Die Gründe dafür gehen zurück bis in die 1970er Jahre. Damals trieben in Deutschland zweifelhafte Firmen ihr Unwesen, die die Geldgier der Leute für sich zu nutzen wussten. Mit astronomischen Gewinnversprechen und der Utopie schnell Geld verdienen zu können, veranlassten sie ihre Geschäftspartner, riesige Warenbestände zu kaufen. Diese türmten sich dann in den Kellern und Garagen. Viele Menschen haben damals sehr viel Lehrgeld zahlen müssen. Da diese illegalen Pyramiden- oder Schneeballsysteme in mehrere Ebenen aufgebaut sind, wird Network-Marketing oft mit diesen Systemen verwechselt.
Wo liegen nun die Unterschiede zwischen illegalen Pyramiden- oder Schneeball-Systemen und Network-Marketing?
Ein Pyramiden- oder Schneeballsystem wächst in Form einer Pyramide.
Aber was wächst nicht in Form einer Pyramide?
Jeder Baum wächst in Form einer Pyramide. Der mächtige Stamm verzweigt sich in immer kleinere Äste. Jedes größere Unternehmen hat die Form einer Pyramide. An der Spitze steht der Geschäftsführer bzw. der Vorstandsvorsitzende. Eine Ebene tiefer kommen die Hauptabteilungsleiter, dann die Gruppenleiter und ganz unten in der Basis der Pyramide kommen die Sachbearbeiter und Arbeiter ohne Weisungsbefugnis. Auch die Armee, ja selbst die Kirche ist pyramidenförmig aufgebaut. Anhand des Organigramms ist der Unterschied zwischen einem illegalem Pyramidensystem und Network-Marketing fast nicht zu erkennen.

Den Unterschied erkennen wir an den Geschäftsgepflogenheiten.

  1. Im Pyramidensystem gibt es eine Hierarchie, im Network-Marketing nicht. Der Platz auf den einzelnen Ebenen beim Pyramidensystem ist begrenzt, beim Network-Marketing nicht. Ein Aufstieg auf eine höhere Ebene ist im Pyramidensystem nur dann möglich, wenn einer auf der höheren Ebene aussteigt oder die Firma expandiert und weitere Führungskräfte benötigt.
    Im Network-Marketing hingegen stehen Sie immer an der Spitze Ihrer eigenen Organisation. Sie sind völlig unabhängig von dem, was oberhalb Ihrer Organisation passiert.
  2. Beim Network-Marketing steht der Produktverkauf im Vordergrund, beim Pyramidensystem das Rekrutieren neuer Geschäftspartner. In Kettenbriefen wird den Menschen versprochen, durch den Einsatz einer geringen Geldsumme, riesige Geldmengen verdienen zu können. Die Einsätze reichen von einem Euro bis zu mehreren tausend Euro. Einziges Ziel ist es, Neueinsteiger zu finden, um durch deren Startgeld, das wir besser als Kopfgeld bezeichnen können, Geld zu verdienen. Logisch ist, dass diejenigen am Ende der Kette leer ausgehen, da sie keine weitere Neueinsteiger finden werden. Dann fällt das Pyramidensystem in sich zusammen wie ein Kartenhaus, es implodiert.
    Eine entfernte Verwandte des Firmenmitbegründers von Amway, Jay Van Andel, fiel auch auf ein solches System herein. Sie und ihr Ehemann hatten ihre gesamten Ersparnisse zusammengelegt und für 4.000 Dollar eine Beteiligung an einem Schneeballsystem erworben. Der Oberstaatsanwalt war eingeschritten, und der Initiator des Systems hatte alle Anteilsbesitzer zu einem Treffen geladen, um sie noch einmal zur Kasse zu bitten.
    Den Leuten wurde eine Beraterschaft verkauft, mit der sie anderen Leuten eine Beraterschaft verkaufen konnten. Eine Beraterschaft für ein Unternehmen kann aber nur durch den Verkauf brauchbarer Produkte an Wert gewinnen. Eine Beraterschaft an sich ist kein Bargeld, dafür muss man arbeiten. [2]
  3. Ebenfalls typisch für ein Schneeballsystem sind Produkte ohne realen Marktwert und Kundennutzen oder illusorische Preisnachlässe. Neueinsteiger müssen oft große Warenbestände kaufen, ohne sie an die Endverbraucher weiterverkaufen zu können.
    Lockt Ihr Unternehmen mit einer Kopfprämie, dann ist es mit Sicherheit ein Schneeballsystem. Bedenklich ist es auch, wenn Sie eine hohe Lizenzgebühr bezahlen müssen, um mit Ihrem Geschäft zu starten. Wird diese Lizenzgebühr an Geschäftspartner der höheren Ebenen weitergeben, dann handelt es sich faktisch um eine Kopfprämie. Statt Produkte an den Endverbraucher zu verkaufen, ist bei einem solchen Pyramidensystem jeder Geschäftspartner darauf aus, weitere Lizenznehmer zu finden. Ein realer Produktumsatz findet nicht statt. Eine Rückgabegarantie gibt es bei einem Pyramidensystem nicht. Im Network-Marketing beträgt die Rückgabegarantie mindestens 30 Tage, in unserem Unternehmen sogar 90 Tage. D.h. Sie haben 90 Tage Probezeit, in dieser Zeit können Sie die Produkte und das Geschäftssystem auf Herz und Nieren testen. Stellen Sie innerhalb dieser 90 Tage fest, dieses Geschäft ist doch nichts für Sie, um damit Geld verdienen zu können, können Sie alle Geschäftsunterlagen und Produkte wieder zurückgeben und Sie erhalten Ihr volles Geld zurück.
  4. Fließt das Geld vertikal oder horizontal?
    Hier wird der Unterschied zwischen Pyramidensystem und Network-Marketing deutlich sichtbar.
    In der Vertriebsorganisation eines Network-Marketing-Unternehmens wird selbst dann Geld verdient, wenn keine neuen Vertriebspartner gewonnen werden. Die bestehenden Geschäftspartner und Kunden sorgen für ständig wiederkehrenden Umsatz.
    Bei einem Schneeballsystem fließt Geld von unten nach oben (vertikal) und fast nie gibt es einen Gegenwert für die eingezahlte Summe.
    Beim Network-Marketing fließen Produkte horizontal durch die Vertriebspyramide vom Hersteller über den Geschäftspartner zum Kunden. Das Geld nimmt den umgekehrten Weg, vom Kunden über den Geschäftspartner zum Unternehmen.
  5. Network-Marketing ist legal, Schneeball- oder Pyramidensysteme sind illegal
    Network-Marketing hat mit einem Schneeballsystem nicht das Geringste zu tun.
    Die Vertriebsorganisation im Network-Marketing gliedert sich wie eine Pyramide, doch das ist in den meisten anderen Firmen auch der Fall.
    Nehmen Sie z.B. die Geschichte von BBC bzw. ABB. Charles E. Brown und Walter Boveri gründen 1891 die «Brown, Boveri & Cie.» in Baden, eine Elektrotechnikfirma. [3] Da sie nicht alles alleine tun konnten, stellten sie Leute ein, die ihnen bei der Produktion, Montage und Verkauf behilflich waren. Schritt für Schritt wuchs das Unternehmen zu einem weltweiten Konzern. ABB gliedert sich nun in ein verschachteltes System aus Direktoren, Managern, Landesleitern, Bereichsleitern, Abteilungsleitern, Sachbearbeitern, Verkaufsleitern und Verkäufer. Auch jede Networkorganisation gliedert sich in mehrere Ebenen und ist wie das Organigramm eines klassischen Unternehmens als Pyramide aufgebaut. Lassen Sie sich daher bitte nicht von der Pyramidenform irritieren.

Vorwurf: Network-Marketing ist unseriös

Das ist eine Verunglimpfung des Direktvertriebs, der weltweit Umsätze > 100 Milliarden Euro macht. Eine Branche, die weltweit Millionen von Menschen einen besseren Lebensstandart ermöglichst, muss sich nicht so abqualifizieren lassen. Nur im Grunde genommen gilt für den Direktvertrieb wie für alle anderen Wirtschaftszweige: Schwarze Schafe gibt es überall. Fälle von unseriös arbeiteten Unternehmen oder einzelnen Geschäftspartnern gehören zum Alltag. Davon möchten wir uns jedoch ausdrücklich distanzieren.

Sehr oft wird der Vorwurf der Unseriösität auch gebraucht, wenn während der Geschäftspräsentation über die Verdienstmöglichkeiten gesprochen wird.

Aber komischerweise spricht niemand von Unseriösität, wenn es um das Einkommen von Tennis- oder Fußballspielern oder gar Topmanagern gesprochen wird. Die Position einer Topführungskraft im Direktvertrieb ist mit der eines Spitzenmanagers vergleichbar. Wer eine Organisation von mehreren tausend oder zehntausend Beratern aufgebaut hat und sie professionell führt, verdient unter Umständen sechsstellige Eurobeträge monatlich. Diesem Einkommen stehen dann aber auch entsprechende Ergebnisse gegenüber, von dem das jeweilige Unternehmen profitiert.

Vorwurf: Gehirnwäsche

Viele Menschen haben vor nichts so viel Angst wie vor Veränderung.

Sie haben ihre Komfortzone gefunden, das Gehalt reicht mehr schlecht als recht um den Lebensunterhalt zu sichern. Gleich und gleich gesellt sich gern, soziale Unterschiede gibt es in so einem Umfeld selten. Wenn ihr jetzt durch die Tätigkeit in einem Network-Unternehmen die Chance habt, das mehrfache eures bisherigen Einkommens zu erreichen, stößt dass bei eurem Umfeld auf Misstrauen. Die damit verbundene Veränderung eurer Persönlichkeit ist für viele eurer Bekannten nur schwer nachvollziehbar. Wer plötzlich von großen Träumen spricht, erregt Argwohn. Der Vorwurf, der schnell im Raum steht, lautet Gehirnwäsche.

Unser Einwand: Das Denken und Handeln eines Unternehmers unterscheidet sich stark von dem eines abhängigen Beschäftigen. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Vorwurf: Zugehörigkeit zu einer Sekte

Network-Marketing ist ein Geschäft von Mensch zu Mensch. Deshalb ist es nur logisch, dass Emotionen in unserer Branche eine große Rolle spielen. Wer selbst seit Jahren nur ungern zur Arbeit geht, kann es nur schwer nachvollziehen, wenn jemand von seiner Arbeit als Network-Marketer begeistert ist. Das hat aber nichts mit der Zugehörigkeit zu einer Sekte zu tun.

Vorwurf: Mit Freunden oder der Familie macht man keine Geschäfte

Es gibt gute und schlechte Geschäfte. Schlechte Geschäfte sollten wir mit Niemand machen. Ein gutes Geschäft erkennen wir daran, das alle Beteiligten davon profitieren und ein gutes Geschäft können wir mit jedermann machen.

[1] Schachmatt Prof. Dr. Michael M. Zacharias
[2] Ein unternehmerisches Leben Jay Van Andel
[3] ABB – Ein Unternehmen in Bewegung

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