Vitamin D-Mangel: Hohes Risiko für uns alle

Die deutsche Bevölkerung leidet unter einem gravierenden Mangel an Vitamin D. 82% aller Männer und 91% aller Frauen erreichen nicht die empfohlene Tagesdosis an Vitamin D laut der „Nationalen Verzehrstudie II“, die das bundeseigene Max Rubner-Institut für Ernährung und Lebensmittel durchgeführt hat [4]. Eine minimale Tagesdosis ist nach den Richtlinien der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) mindestens 5 µg / Tag (5 Mikrogramm pro Tag). Menschen ab 65 Jahren wird die doppelte Menge empfohlen [5]. Auch die Richtlinie RDA (Recommended Daily Allowance) der EU empfiehlt die gleiche Menge. Der deutsche Dachverband Osteologie rät mittlerweile sogar zu 10 – 25 µg / Tag. [1]

Was ist ein Vitamin D-Mangel?

Von einem Vitamin D-Mangel sprechen die meisten Experten bei Blutwerten unter 40 ng/ml, manche auch erst bei 30 ng/ml. Dieser Mangel an D Vitamin bedeutet ein erhöhtes Risiko für eine Vielzahl von Krankheiten, denn etliche Funktionen im Körper finden dann keine optimalen Voraussetzungen mehr vor. In der Folge kommt es zu Fehlfunktionen und nach längerem Vitamin D-Mangel zu Multi-Systemerkrankungen.

Welche Menschen haben ein Risiko für einen Vitamin D-Mangel?

Das Risiko für einen Vitamin D-Mangel haben alle Menschen, die nördlich des 46. Breitengrades (Norditalien, Milano) leben, die sich häufig in geschlossenen Räumen wie Büros oder Autos aufhalten, schwanger sind, unausgewogen ernähren oder schon etwas älter sind. Ein weiterer häufiger Grund für Vitamin-D-Mangel ist der verringerte Konsum von Milchprodukten, die normalerweise mit Vitamin D versetzt sind [3]. In Deutschland sind im Winter

Warnzeichen für Vitamin-D-Mangel

  • Zahnausfall
  • Eiternde Zähne
  • Muskelschwäche
  • Vergrößerte Gelenke
  • Aufgeregtheit
  • Gereiztheit
  • Schlafstörungen
  • Pessimismus
  • Depressive Verstimmungen
  • Kurzsichtigkeit

[2]

Vitamin D reduziert nachweislich Krebs und kann die Herzfunktion verbessern [277]. Es kann das Risiko für Osteoporose, hohen Blutdruck, Fibromyalgie, Hautentzündungen [278], Diabetes, Multiple Sklerose und rheumatische Arthritis vermindern. Es reduziert das Risiko verschiedener Krebserkrankungen [279] wie Prostatakrebs, höchstwahrscheinlich wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung [280].

Vitamin-D-Mangel verdoppelt die Chance einer Entwicklung von Darmkrebs [519] und erhöht das Risiko von Prostatakrebs beträchtlich [520]. Eine Studie folgerte, dass der Mangel an Sonneneinstrahlung für bis zu 25% der Todesfälle durch Brustkrebs in Nordeuropa verantwortlich ist [522]. In einer weiteren Studie hatten Frauen mit dem höchsten Vitamin-D-Spiegel nur halb so häufig Brustkrebs wie Frauen mit dem niedrigsten Wert 523]. Um diese Werte zu erreichen, müssten jedoch täglich 2700 IU = 33,75 µg eingenommen werden. Die Nationale Akademie der Wissenschaften hat jedoch einen sicheren Höchstwert von 2400 IU festgelegt. Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Ergänzung mit höheren Dosen am meisten schützt [524].

Außerdem mit Vitamin-D-Mangel assoziiert sind Eierstockkrebs und Non-Hodgkin-Lymphom [525]. Die gleiche Studie berichtete, dass andere Krebsarten vielleicht in Verbindung mit Vitamin-D-Mangel stehen, darunter Blasen-, Speiseröhren-, Nieren-, Lungen-, Bauchspeicheldrüsen-, Rektum- und Magenkrebs. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel könnte mit vermehrtem Krebs des Verdauungssystems und erhöhter Sterblichkeit bei Männern assoziiert sein [526]

Vitamin-D-Gehalt in Lebensmittel

Lebensmittel Menge Mikrogramm
Lebertran 2 Teelöffel 242
Hering 100 g (Gramm) 25
Makrele 100 g 24
Lachs 100 g 12
Ölsardinen 100 g 9
Thunfisch 100 g 6
Milch 1 Tasse 3
Vollkorngetreide 100 g 3
Eier 1 Eigelb 1
Rinderleber 100 g 1

[2]

Meine Tipps:

Gehen Sie täglich 10 min in die Sonne (ohne Sonnenschutzmittel); das reicht, um genügend Vitamin D zu bilden, ohne ein erhöhtes Hautkrebsrisiko zu haben. [3]

Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel aus der Natur mit Vitamin D zu sich.

 

 

Weitere Infos:

Mail an info@syntronics.de oder Telefon +49 (0) 63 57/ 24 69 73 2

Quellennachweis:

[1] Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 1.1.2012

[2] Fit durch Vitamine Klaus Oberbeil Südwest Verlag ISBN 3-517-06622-2

[3] Die optimale Gesundheit; Duke Johnson, MD

[4] http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1010

[5} http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=4&page=12

[277] Martins D, et al. Prevalence of cardiovascular risk factors and the serum levels of 25-hydroxy-vitamin D in the United States – Data from the Third National Health and nutrition Examination Survey. Arch Int Med 2007; 167: 1159-1165

[278] Schauber J, et al. The vitamin D pathway: A new target for the control of the skin’s immune response? Exp Dermatol 2008 Jun 18 [Epub ahead of print].

[279] Ingraham BA, et al. Curr Med Res Opin 2008 Jan; 24(1): 139-149.

[280] Krishnan AV, et al. Calcitrol as a chemoprotective and therapeutic agent in prostate cancer: Role of anti-inflammatory activity. J Miner Res 2007 Dec 22 Suppl 2: v74-80

[519] Garland CF, et al. Serum 25-hydroxyvitamin D and colon cancer: Eight-year prospective study. Lancet 1989; 18: 1176-1178.

[520] Hanchette CL, et al. Geographic patterns of prostate cancer mortality: Evidence for a protective effect of ultraviolet radiation. Cancer 1992; 70: 2861-2869

[522] Grant WB. An ecologic study of the role of solar UVB radiation in reducing the risk of cancer using cancer mortality data, dietary supply data and latitude for European countries. In: MF Holick, ed. Biologic Effects of Light. 2001. Boston: Kluwer Academic Publishing, 2002: 267-276.

[523] Garland CF; et al. Evidence of need for increased Vitamin D fortification of food based on pooled analysis of studies of serum 25-hydroxyvitamin D and breast cancer. Proc. Amer Assoc Cancer Res 2006: 47

[524] Ingraham BA, et al. Molecular basis of the potential of vitamin D to prevent cancer. Curr Med Res Opin Jan 2008; 24(1): 139-149

[525] Grant WB. An estimate of premature cancer mortality in the US due to inadequate doses of solar ultraviolet-B radiation. Cancer. 2002; 94: 1867-1875

[526] Giovannucci E, et al. Prospective study of predictors of Vitamin D status and cancer incidence and mortality in men. J Natl Cancer Inst. April 5, 2006; 98(7): 451-459

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