Ernährung im Einklang mit dem eigenen Körper

Übergewicht ist keine Frage der Ästhetik. Es ist eine Lebensfrage.
Jedes Pfund zu viel verkürzt unsere Lebenserwartung, vermindert unsere Lebens-
kraft.
Gegen den ratenweisen Selbstmord mit Messer und Gabel hilft kein Hungern, jedoch Essen mit Verstand, Essen im Einklang mit den Genen.
Es gibt kaum ein Gebiet, auf dem die Menschen so falsch, widersprüchlich und unzureichend informiert werden, wie auf dem Gebiet der Ernährung.

Bei jedem fünften Todesfall im Jahr 2016 hat ungesunde Ernährung eine entscheidende Rolle gespielt. Das geht aus einer großen Studie hervor, die die britische Fachzeitschrift ‘The Lancet’ veröffentlichte. Sie erhob Daten aus dem vergangenen Jahr aus über 130 Ländern und Regionen und beschäftigte sich mit den Todesursachen von 54,7 Millionen verstorbenen Menschen.

Was ist nun Übergewicht und was Normalgewicht, darüber herrschen bei Ernährungswissenschaftlern und Ärzten unterschiedliche Auffassungen.

Es gibt eine Formel, um das Normalgewicht zu errechnen, diese lautet: Körpergröße mal mittlerer Brustumfang, dividiert durch 240. Nur wer hat die Werte immer im Kopf.

Etwas einfacher ist die Faustregel: Körpergröße in Zentimetern, weniger einem Meter, abzüglich 10 Prozent. Als Beispiel: Größe 180 Zentimeter weniger 1 Meter, bleiben 80. Davon 10 Prozent abgezogen, also Normalgewicht 72 Kilo.

Doch die einfachste und sicherste Methode, sein Gewicht zu prüfen, bleibt der Schritt den Spiegel. Vor einen großen Spiegel. Und zwar nackt und mit wachen, kritischen Augen. Das ist der Moment der Wahrheit. Da dieser Schritt schmerzen kann, ist die Versuchung groß, alles zu bagatellisieren und nach Entschuldigungen zu suchen.
Die Liste der Entschuldigungen ist lang.
Um nur zwei davon herauszugreifen: «Ich habe einen schweren Knochenbau.»
Niemand hat schwere Knochen, denn die Knochensubstanz hat ein bestimmtes, festgelegtes spezifisches Gewicht, das sich nicht ändert. Es gibt also keine schweren und keine leichten Knochen, es gibt höchstens breitere oder schmalere Knochen. Der Gewichtsunterschied zwischen breiten und schmalen Knochen kann höchstens zwei Kilo betragen.
«Bei mir ist die Dickleibigkeit eine Drüsenstörung.»
Das ist höchst unwahrscheinlich. Von hundert dickleibigen Menschen sind ganze drei wirklich drüsengestört und befinden sich deswegen mit ziemlicher Sicherheit längst in ärztlicher Behandlung. Die anderen 97 Menschen aber müssen sich zu der Einsicht durchringen, dass sie ganz einfach falsch essen. Nicht dem Körpergerecht Ihre Nahrung zu sich nehmen. Gesund vielleicht, jedoch nicht ausgewogen auf den Körper angepasst.

Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, welches Benzin und welches Öl sie ihrem Auto zumuten. Sie wissen Bescheid über Oktanzahlen und Mehrbereichsöle, sie kennen die Wirkung auf Vergaser, Kerzen und Kolben. Sie diskutieren über das beste Mittel, um den Motor ihres Wagens so zu versorgen, dass er geschont wird, keine Rückstände bleiben und die optimale Leistung erreicht wird.

Wenn wir halb so viel Wissen für die optimale Ernährung investieren würden dann hätten die Krankenhäuser viele leere Betten und die Ärzte leere Wartezimmer.
Es ist nicht schwer, mittels personalisierter Ernährung im Einklang mit dem eigenen Körper etwas für seine Gesundheit zu tun


Niemand sollte sich schämen, dick zu sein, aber jeder sollte sich schämen, dick zu bleiben.

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