Cholesterin

Das vieldiskutierte Cholesterin ist ein lebensnotwendiger Bestandteil unserer Körperzellen. Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz. In unserem menschlichen Körper verrichtet Cholesterin zahlreiche wichtige Funktionen, ohne die wir nicht leben könnten.

Cholesterin ist die Grundsubstanz für das Steroidhormon Cortisol. Steroidhormone sind Hormone, die aus einem von Cholesterin abgeleiteten Steroid-Grundgerüst aufgebaut sind. Cortisol muss als das wichtigste Stresshormon angesehen werden. Wenn sich unser Stress erhöht, so wird eine größere Menge an Cortisol benötigt. Dementsprechend steigt und fällt auch der Cholesterinspiegel. Cortisol hat einen starken Einfluss auf Einsatz und Wechselspiel der Mineralien Kalium und Natrium.

Die Grundsubstanz für die weiblichen und männlichen Sexualhormone ist das Cholesterin. Diese Sexualhormone sind für die vielen vitalen spezifischen Funktionen, für den Muskel- und Knochenaufbau und für die Regulierung des Schlafbedürfnisses verantwortlich.

Die Grundsubstanz des Steroidhormons Aldosteron ist Cholesterin. Dieses Aldosteron reguliert als Mineralokortikoid den gesamten Mineralstoffwechsel, ist sozusagen die Steuerzentrale für alle Mineralien, sowohl bei den Mineralstoffen als auch den Spurenelementen. Die Störung des Mineralhaushalts durch Senkung des Cholesterinspiegels ist nicht erforscht, aber schon allein theoretisch bedenklich.

Weiterhin ist Cholesterin die Grundsubstanz des Vitamin D, das für den Aufbau von Knochen  und Gelenken essentiell ist.

Von Billiarden menschlichen Zellen ist Cholesterin die Grundsubstanz der Mitochondrien und Membranen.

Was passiert bei einer Senkung des Cholesterinspiegels?

Durch die Senkung des Cholesterinspiegels wird zwangsläufig auch das Stresshormon Cortisol gesenkt, welches wiederum zum Absinken des Blutzuckers und dadurch zu Muskelschwächen, Zittern und häufig tödlichem Koma führt.

Besonders gefährlich ist das Absinken des Kaliums, da bereits ein geringes Absinken zu Blutdruckabfall und Minderung der Herzleistung führt. Ein Kaliumabsturz gehört mit zu den häufigsten Todesursachen und ist bei Cholesterinsenkungen am meisten zu befürchten.

Die Formen des Cholesterins

Cholesterin ist im Blut nicht transportfähig, da es als Fettkörper (Lipid) wasserunlöslich ist. Transportfähig wird es erst durch die Bindung an einen Eiweißköper, einem Protein. Die Bindung von Cholesterin erfolgt durch das HDL-und das LDL-Lipoprotein. Aus der Nahrung zugeführte Cholesterin sowie das von den Zellen abgestoßene Cholesterin wird von dem HDL-Lipoprotein aufgenommen. Das so beladene Cholesterin wandert im Blut zur Leber und wird dort aufgespalten. Das aufgespaltene Cholesterin wird wesentlich zur Bildung von Gallensäure (> 80%) und zur Resynthetisierung von HDL-Protein und Cholesterin verwendet.

Das in der Leber gebildete VLDL-Lipoprotein, entwickelt sich zu LDL-Lipoprotein und nimmt das von der Leber produzierte Cholesterin (> 80%) auf und führt es den Billiarden Zellen des menschlichen Organismus zu.

Blutwerte des Cholesterin

Gemessen wird der Gesamtwert an Cholesterin, bestehend aus dem LDL- und dem HDL-Komplex. Das Verhältnis von LDL- zu HDL-Komplex beträgt etwa 75 : 25. Bei Erwachsenen liegt weltweit der Gesamtwert des Cholesterin im Durchschnitt bei 250 mg/dl. Bei größeren körperlichen Belastungen liegt der Gesamtwert höher, etwa 300 – 350 mg/dl, zuweilen bis knapp an 400 mg/dl.

Folgende an Cholesterinwerte wurden bei der deutschen Bevölkerung festgestellt:

Alter Mittelwert Oberer Grenzwert Kontroll-Indikation
10 – 19 175 mg/dl 230 mg/dl Ca. ab 300 mg/dl
25 – 29 198 mg/dl 270 mg/dl Ca. ab 350 mg/dl
40 – 59 250 mg/dl 350 mg/dl Ca. ab 400 mg/dl
65 – 85 Leicht abnehmend 330 mg/dl Ca. ab 400 mg/dl

Erreicht der Wert die Kontrollindikation, dann sollte die Ursache hoher Cholesterinwerte ergründet werden.

Weiter oben hatte ich bereits geschrieben, dass der Cholesterinspiegel u.a. bedingt durch Stress, steigt und fällt. Bei der Cholesterinbestimmung wird das leider übersehen, es wird praktisch nur eine Momentaufnahme des Cholesterinspiegels gemacht.

Werte von 250 mg/dl sind laut Prof. Dr. med. Walter Hartenbach normal und Werte bis zu 350 mg/dl sprechen für eine beachtliche Vitalität.

Der Grenzwert der Industrie von 200 mg/dl würde bedeuten, dass fast die gesamte erwachsene Weltbevölkerung (80 – 90%) krank und demzufolge Behandlungsbedürftig ist!

Ob sich ihr Cholesterinwert im Normalbereich befindet oder erhöht ist, das können wir schnell mit einem Bioscan ohne Blutabnahme feststellen.

Quellen:
Die Cholesterin-Lüge
Handbuch Nährstoffe: Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung

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